Internationaler Pakt über bürgerliche und politische Rechte

Minderheitenschutz

479px-William_Krause_-_Wendisches_Mädchen_(1912)Artikel 27 des UN-Zivil­pak­tes fordert den Schutz eth­nis­ch­er, religiös­er und sprach­lich­er Min­der­heit­en, für den in der MRK keine entsprechende Bes­tim­mung enthal­ten ist.

Die Vorschrift soll den Min­der­heit­en die Frei­heit gewähren, ihre eigene Sprache zu sprechen und ihre eigene Kul­tur und Reli­gion zu pfle­gen. Min­der­heit­en im Sinne von Artikel 27 sollen nach ein­er mehrfach von den Vere­in­ten Natio­nen gebraucht­en Def­i­n­i­tion “getren­nte oder klar unter­schiedene Grup­pen” sein, “die wohl abge­gren­zt und seit langem im Gebi­et eines Staates etabliert sind”.

Diese Voraus­set­zun­gen wer­den in der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land sowohl von der dänis­chen Min­der­heit in Schleswig-Hol­stein wie auch von der sor­bis­chen Min­der­heit in der Lausitz erfüllt.

Spezielle Regelun­gen zum Min­der­heit­en­schutz für Kindern enthält auch die UN-Kinder­recht­skon­ven­tion.

 

Artikel 27
In Staat­en mit eth­nis­chen, religiösen oder sprach­lichen Min­der­heit­en darf Ange­höri­gen solch­er Min­der­heit­en nicht das Recht voren­thal­ten wer­den, gemein­sam mit anderen Ange­höri­gen ihrer Gruppe ihr eigenes kul­turelles Leben zu pfle­gen, ihre eigene Reli­gion zu beken­nen und auszuüben oder sich ihrer eige­nen Sprache zu bedi­enen.