Miss­brauchs­ver­bot

Human Rights Council

Das im UN-Zivil­­pakt und UN-Sozi­al­­pakt gleich­ge­fass­te Miss­brauchs­ver­bot des Arti­kels 5 Abs. 1, das von Arti­kel 30 der All­ge­mei­nen Erklä­rung der Men­schen­rech­te her­ge­lei­tet ist, ent­spricht fast wört­lich dem Arti­kel 17 EMRK. Zweck die­ser Vor­schrift soll­te es sein, zu ver­hin­dern, dass Ver­tre­ter tota­li­tä­rer Strö­mun­gen unter Beru­fung auf die Frei­heits­rech­te die Prin­zi­pi­en des UN-Zivil­­pak­­tes

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Öffent­li­cher Not­stand

Aufkleber Treibt Bonn den Notstand aus - Öffentlicher Notstand

Arti­kel 4 ist der “Not­stands­ar­ti­kel” des UN-Zivil­­pak­­tes. In sei­ner For­mu­lie­rung weicht er nur unwe­sent­lich von Arti­kel 15 EMRK ab. Er führt im Gegen­satz zu die­sem nicht den Kriegs­fall auf. Bei den Vor­ar­bei­ten zu Arti­kel 4 war man sich dar­in einig, daß ein Kriegs­aus­bruch einer der wich­tigs­ten Fäl­le des öffent­li­chen Not­stands im Sin­ne

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Öffent­lich­keit von Gerichts­ver­hand­lun­gen

Landgericht Bremen

Arti­kel 14 des UN-Zivil­­pak­­tes soll nach dem Wil­len der Ver­fas­ser die Grund­sät­ze des „fair tri­al” sicher­stel­len, wie sie teil­wei­se bereits Arti­kel 10 und 11 der All­ge­mei­nen Erklä­rung der Men­schen­rech­te pos­tu­lie­ren, und wie sie umfas­sen­der in Arti­kel 6 EMRK nie­der­ge­legt sind. Arti­kel 14 Absatz 1 Satz 3 des UN-Zivil­­pak­­tes regelt die für alle Gerichts­ver­fah­ren

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Recht auf einen Ver­teid­ger

LG Bremen

Arti­kel 14 Absatz 3 d des UN-Zivil­­pak­­tes gewährt jedem Ange­klag­ten das Recht, sich selbst zu ver­tei­di­gen oder durch einen Ver­tei­di­ger sei­ner Wahl ver­tei­di­gen zu las­sen. Falls der Ange­klag­te kei­nen Ver­tei­di­ger hat, ist er über das Recht, einen Ver­tei­di­ger in Anspruch zu neh­men, zu unter­rich­ten; feh­len ihm die Mit­tel zur Bezah­lung eines

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Recht auf Leben

KZ Auschwitz, Einfahrt

In sei­nem Arti­kel 6 ver­bürgt der UN-Zivil­­pakt das Recht auf Leben. Auf das in Arti­kel 6 Absatz 1 des UN-Zivil­­pak­­tes garan­tier­te Recht auf Leben bezie­hen sich auch Arti­kel 2 Abs. 2 GG und Arti­kel 2 EMRK. Das Aus­maß der Rechts­ga­ran­tie wird durch Arti­kel 6 Abs. 1 des UN-Zivil­­pak­­tes nicht erwei­tert. Das Not­wehr­recht bleibt unbe­rührt, da der Aus­druck “willkürlich”—wie

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Recht auf poli­ti­sche Teil­ha­be

Bundeskanzleramt

Arti­kel 25 des UN-Zivil­­pak­­tes gibt jedem Staatsbürger—also nicht als all­ge­mei­nes Menschenrecht—das Recht auf Teil­nah­me an öffent­li­chen Ange­le­gen­hei­ten und an frei­en Wah­len. Die Vor­schrift ist inhalt­lich Arti­kel 21 der All­ge­mei­nen Erklä­rung der Men­schen­rech­te ent­nom­men. Die Ein­lei­tungs­klau­sel des Arti­kel 25 ver­bie­tet Ver­stö­ße gegen das Gleich­be­hand­lungs­ge­bot (Arti­kel 2 des UN-Zivil­­pak­­tes) und unan­ge­mes­se­ne Ein­schrän­kun­gen bei

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Rechts­fä­hig­keit

BGB 1896

Arti­kel 16 des UN-Zivil­­pak­­tes, der die Rechts­fä­hig­keit eines jeden Men­schen garan­tiert, ist wört­lich aus Arti­kel 6 der All­ge­mei­nen Erklä­rung der Men­schen­rech­te über­nom­men wor­den. Die Rechts­ord­nung der Bun­des­re­pu­blik ent­hält eine ent­spre­chen­de Rege­lung in § 1 BGB. Die Euro­päi­sche Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on ent­hält kei­ne ent­spre­chen­de Garan­tie. Arti­kel 16Jeder­mann hat das Recht, über­all als rechts­fä­hig aner­kannt zu

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Rechts­mit­tel­ga­ran­tie im Straf­ver­fah­ren

Dsc03679

Arti­kel 14 Absatz 5 des UN-Zivil­­pak­­tes ent­hält für das Straf­ver­fah­ren eine Rechts­mit­tel­ga­ran­tie. In den Vor­ar­bei­ten zum UN-Zivil­­pakt ist her­vor­ge­ho­ben wor­den, dass die­se Vor­schrift einen Grund­satz fest­legt, der von den Ver­trags­staa­ten so aus­ge­stal­tet wer­den kann, wie es ihnen sach­ge­recht erscheint. Arti­kel 14 Absatz 5 des UN-Zivil­­pak­­tes ver­langt nicht, dass die Über­prü­fung des Urteils

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Reli­gi­ons­frei­heit

Buddhistische Mönche, Thailand

Arti­kel 18 des UN-Zivil­­pak­­tes ver­bürgt die Gedanken‑, Gewis­­sens- und Reli­gi­ons­frei­heit. Damit ent­spricht Arti­kel 18 des UN-Zivil­­pak­­tes im wesent­li­chen Arti­kel 9 EMRK und Arti­kel 2 Satz 2 des I. Zusatz­pro­to­kolls zur Euro­päi­schen Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on. Das Grund­ge­setz schützt das Grund­recht der Gedanken‑, Gewis­­sens- und Reli­gi­ons­frei­heit in Arti­kel 4 GG. Arti­kel 18 Abs. 1 des UN-Zivil­­pak­­tes ist fast wört­lich

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Rück­wir­kungs­ver­bot

Strafgesetzbuch

Arti­kel 15 des UN-Zivil­­pak­­tes regelt das Ver­bot der Rück­wir­kung von Straf­rechts­nor­men. Arti­kel 15 Absatz 1 Satz 1 und 2 des UN-Zivil­­pak­­tes ent­spre­chen fast wört­lich Arti­kel 11 Abs. 2 der All­ge­mei­nen Erklä­rung der Men­schen­rech­te und Arti­kel 7 Abs. 1 EMRK. Die deut­sche inner­staat­li­che Rechts­ord­nung gewähr­leis­tet die­se Rech­te ver­fas­sungs­recht­lich in Arti­kel 103 Abs. 2 GG und ein­fach­ge­setz­lich in §

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