Fol­ter und Men­schen­ver­su­che

Historische Folterkammer

Arti­kel 7 Satz 1 des UN-Zivil­­pak­­tes ver­bie­tet Fol­ter und unmensch­li­che Behand­lung. Die­se Bestim­mung des Zivil­pak­tes ent­spricht fast wört­lich Arti­kel 5 der All­ge­mei­nen Erklä­rung der Men­schen­rech­te und Arti­kel 3 EMRK. Arti­kel 7 Satz 2 des UN-Zivil­­pak­­tes, wonach zwangs­wei­se Men­schen­ver­su­che ver­bo­ten sind, beschreibt ledig­lich ein Unter­fall der bereits in Satz 1 ver­bo­te­nen unmensch­li­chen Behand­lung. Wäh­rend der Vor­ar­bei­ten wur­de eine

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Frei­zü­gig­keit

Reisepass

Arti­kel 12 Absatz 1 des UN-Zivil­­pak­­tes schützt, ähn­lich wie in Arti­kel 13 der All­ge­mei­nen Erklä­rung der Men­schen­rech­te pro­kla­miert, die Frei­zü­gig­keit. Arti­kel 12 Abs. 1 stimmt wört­lich mit Arti­kel 2 Abs. 1 des 4. Zusatz­pro­to­kolls zur EMRK über­ein. Die inner­staat­li­che Frei­zü­gig­keit, die nach dem Grund­ge­setz Deut­schen vor­be­hal­ten ist (Arti­kel 11 GG), steht gemäß Arti­kel 12

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Gleich­be­rech­ti­gung der Frau

Frau in der Küche

Arti­kel 3 des UN-Zivil­­pak­­tes stellt—mit den glei­chen Wor­ten wie Arti­kel 3 des UN-Sozi­al­pak­tes—sicher, dass Mann und Frau in bezug auf alle im UN-Zivil­­pakt und UN-Sozi­al­­pakt gewähr­leis­te­ten Rech­te gleich­be­rech­tigt sind. Das Grund­ge­setz hat in Arti­kel 3 Abs. 2 GG die Gleich­be­rech­ti­gung garan­tiert; der Grund­satz fin­det sich auch in ande­ren inner­staat­li­chen deut­schen Geset­zen und inter­na­tio­na­len Über­ein­kom­men,

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Gleich­heit vor dem Gericht

Bundesverfassungsgericht

Arti­kel 14 des UN-Zivil­­pak­­tes soll nach dem Wil­len der Ver­fas­ser die Grund­sät­ze des „fair tri­al” sicher­stel­len, wie sie teil­wei­se bereits Arti­kel 10 und 11 der All­ge­mei­nen Erklä­rung der Men­schen­rech­te pos­tu­lie­ren, und wie sie umfas­sen­der in Arti­kel 6 EMRK nie­der­ge­legt sind. Arti­kel 14 Abs. 1 Satz 1 des UN-Zivilpaktes—Gleichheit vor Gericht—ist ange­sichts der Garan­tie

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Inner­staat­li­che Umset­zung

Deutschland

Arti­kel 2 des UN-Zivil­­pak­­tes beschreibt die all­ge­mei­nen Bestim­mun­gen zur inner­staat­li­chen Ver­wirk­li­chung der im UN-Zivil­­pakt über­nom­me­nen Ver­pflich­tun­gen. Arti­kel 2 Absatz 1 des UN-Zivil­­pak­­tes for­dert die Ach­tung und Gewähr­leis­tung der garan­tier­ten Rech­te unter Beach­tung des Grund­sat­zes der Gleich­heit. Arti­kel 2 Absatz 2 des UN-Zivil­­pak­­tes han­delt von den Schrit­ten, die zu unter­neh­men sind, um die Rech­te durch­zu­set­zen; Absatz

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Kin­der

Kinder, Schule

Arti­kel 24 des UN-Zivil­­pak­­tes pos­tu­liert den Schutz des Kin­des. Ins­be­son­de­re gewähr­leis­tet der erst 1963 in den UN-Zivil­­pakt ein­ge­füg­te Arti­kel 24 das Recht des Kin­des auf Min­der­jäh­ri­gen­schutz (Art. 24 Abs. 1), auf stan­des­amt­li­che Regis­trie­rung (Art. 24 Abs. 2), auf einen Namen (Art. 24 Abs. 2) und auf eine Staats­an­ge­hö­rig­keit (Art. 24 Abs.

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Kriegs­pro­pa­gan­da

Ruinen um die Lübecker Marienkirche

Arti­kel 20 Absatz 1 des UN-Zivil­­pak­­tes, des­sen Ziel ein Ver­bot der Kriegs­pro­pa­gan­da und der Befür­wor­tung des natio­na­len, ras­si­schen und reli­giö­sen Has­ses ist, war wohl die umstrit­tens­te Vor­schrift bei der Erar­bei­tung des Pak­tes. Die Auf­nah­me einer sol­chen Vor­schrift wur­de in der UN-Men­­schen­­rechts­­kom­­mis­­si­on bereits 1952 vor­ge­schla­gen, aber sei­ner­zeit abge­lehnt. Sie wur­de schließ­lich nach

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Mei­nungs­frei­heit

Speaker's Corner

Arti­kel 19 des UN-Zivil­­pak­­tes schützt die Mei­nungs­frei­heit. Dabei wei­chen die Absät­ze 1 und 2 in der For­mu­lie­rung des Grund­rechts, das im Grund­ge­setz in Arti­kel 5 garan­tiert wird, nur unwe­sent­lich von Arti­kel 10 Abs. 1 EMRK und von dem kür­zer gefass­ten Arti­kel 19 der All­ge­mei­nen Erklä­rung der Men­schen­rech­te ab. Bei der Erar­bei­tung von Arti­kel 19

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Men­schen­rech­te im UN-Zivil­pakt

Human Rights Council

Im Inter­na­tio­na­len Pakt über bür­ger­li­che und poli­ti­sche Rech­te sind expli­zit grund­le­gen­de Men­schen­rech­te fest­ge­legt, die schon in der All­ge­mei­nen Erklä­rung der Men­schen­rech­te aus­ge­ar­bei­tet wor­den sind. So wer­den in dem Ver­trag fol­gen­de Rech­te garan­tiert: Teil I Selbst­be­stim­mung aller Völ­ker und deren freie poli­ti­sche, wirt­schaft­li­che, sozia­le und kul­tu­rel­le Ent­wick­lung Teil II Garan­tie der

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Min­der­hei­ten­schutz

Sorbische Osterreiter

Arti­kel 27 des UN-Zivil­­pak­­tes for­dert den Schutz eth­ni­scher, reli­giö­ser und sprach­li­cher Min­der­hei­ten, für den in der MRK kei­ne ent­spre­chen­de Bestim­mung ent­hal­ten ist. Die Vor­schrift soll den Min­der­hei­ten die Frei­heit gewäh­ren, ihre eige­ne Spra­che zu spre­chen und ihre eige­ne Kul­tur und Reli­gi­on zu pfle­gen. Min­der­hei­ten im Sin­ne von Arti­kel 27 sol­len

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