Internationaler Pakt über bürgerliche und politische Rechte

Menschenrechte im UN-Zivilpakt

Menschenrechte25Im Inter­na­tionalen Pakt über bürg­er­liche und poli­tis­che Rechte sind expliz­it grundle­gende Men­schen­rechte fest­gelegt, die schon in der All­ge­meinen Erk­lärung der Men­schen­rechte aus­gear­beit­et wor­den sind.

So wer­den in dem Ver­trag fol­gende Rechte garantiert:

Teil I

  • Selb­st­bes­tim­mung aller Völk­er und deren freie poli­tis­che, wirtschaftliche, soziale und kul­turelle Entwick­lung

Teil II

  • Garantie der Men­schen­rechte in diesem Ver­trag ohne Diskri­m­inierung. Es soll kein Unter­schied in der Rasse, der Haut­farbe, des Geschlechts (Gle­ich­berech­ti­gung von Mann und Frau), der Sprache, der Reli­gion, der poli­tis­chen oder son­sti­gen Anschau­ung, der nationalen oder sozialen Herkun­ft, des Ver­mö­gens, der Geburt oder des son­sti­gen Sta­tus gemacht wer­den.

Teil III

  • Recht auf Leben
  • Ver­bot der Folter
  • Ver­bot jed­er grausamen, unmen­schlichen oder erniedri­gen­den Behand­lung
  • Ver­bot der Sklaverei
  • Recht auf per­sön­liche Frei­heit und Sicher­heit.
  • Recht der in Haft befind­lichen Per­so­n­en auf men­schen­würdi­ge Behand­lung
  • Ver­bot ein­er Haft­strafe, wenn die Per­son nicht in der Lage ist, eine ver­tragliche Verpflich­tung zu erfüllen
  • Bewe­gungs­frei­heit und freie Wahl des Wohn­sitzes
  • Ver­bot, einen Aus­län­der willkür­lich auszuweisen
  • Vor Gericht sind alle Men­schen gle­ich
  • Anspruch eines Angeklagten auf bes­timmte Rechte (Min­dest­garantien Art. 14 Abs.3)
  • Rück­wirkungsver­bot im Strafver­fahren
  • Ver­bot von willkür­lichen oder rechtswidri­gen Ein­grif­f­en ins Pri­vatleben, die Fam­i­lie, die Woh­nung und dem Schriftverkehr oder die rechtswidri­gen Beein­träch­ti­gun­gen der Ehre und des Rufes
  • Recht auf Gedanken-, Gewis­sens- und Reli­gions­frei­heit. Das umfasst die Frei­heit, eine Reli­gion oder eine Weltan­schau­ung eigen­er Wahl und die Frei­heit, seine Reli­gion oder Weltan­schau­ung allein oder in Gemein­schaft mit anderen, öffentlich oder pri­vat durch Gottes­di­enst, Beach­tung religiös­er Bräuche, Ausübung und Unter­richt zu bekun­den.
  • Recht auf Mei­n­ungs­frei­heit und Mei­n­ungsäußerung
  • Recht auf Ver­samm­lungs­frei­heit
  • Recht, sich zusam­men­zuschließen und Gew­erkschaften zu grün­den und beizutreten
  • Recht auf Vere­ini­gungs­frei­heit
  • Recht auf Schutz der Fam­i­lie
  • Recht der Kinder
  • Recht auf Teil­nahme an der Gestal­tung der öffentlichen Angele­gen­heit­en unmit­tel­bar oder durch frei gewählte Vertreter
  • Ver­bot der Diskri­m­inierung eth­nis­ch­er, religiös­er und sprach­lich­er Min­der­heit­en

Außer­dem ist in der zweit­en Hälfte des Pak­tes die Bil­dung eines Auss­chuss­es vorge­se­hen, der die Ein­hal­tung dieser Men­schen­rechte überwachen soll.

Teil IV

  • Bil­dung eines Auss­chuss­es
  • Organ­i­sa­tion des Auss­chuss­es
  • Wahl der Mit­glieder
  • Auf­gaben des Auss­chuss­es

Teil V

  • Stel­lung des Un-Zivil­pak­tes mit seinen Bes­tim­mungen in Bezug auf Bes­tim­mungen der Char­ta der Vere­in­ten Natio­nen und der Satzun­gen der Son­deror­gan­i­sa­tio­nen

Teil VI

  • Rat­i­fika­tion des Zivil­pak­tes